die Anzahl der stationären
elektronischen Zustände eines grossen Systems pro Energieintervall dE und pro Volumen. Ein einfaches Modell beschreibt die
freien Elektronen im Potentialkasten. Dort ist die elektronische Zustandsdichte
proportional zu . Dieses Modell gilt näherungsweise für einen Metallkristall.
Betrachtet man ein zweidimensionales System, z.B. eine Epitaxieschicht, ist die
Zustandsdichte konstant. Eindimensionale Systeme, z.B. Quantenpunkte, zeigen
eine Proportionalität zwischen der Zustandsdichte und
. Bei Berücksichtigung des periodischen Potentials eines
Kristalls hängt die Zustandsdichte direkt von der Bandstruktur E(k) ab. Hohe
Zustandsdichten treten an den sog. Punkten der Bandstruktur auf, an denen die
Bänder E(k) im k-Raum flach verlaufen, d.h. ÑkE(k) = 0 ist. Diese kritischen Punkte
bestimmen wegen der hohen Dichte von Zuständen im wesentlichen die
elektronischen Eigenschaften eines Festkörpers. Experimentell kann die
Zustandsdichte im Valenzband mittels Photoelektronenspektroskopie bestimmt
werden. Optische Spektroskopiemethoden liefern die kombinierte Zustandsdichte
von Valenz- (EV(k)) und
Leitungsband (EL(k)). Diese gibt
die Dichte der Zustandspaare an, deren Energiedifferenz EL(k)
- EV(k)
gleich ist, bei festem k. Maxima in der
kombinierten Zustandsdichte bedeuten hohe Absorption von Photonen und werden
als interbandkritische Punkte bezeichnet.
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