Mathematische
Methoden und Computereinsatz, Young-Tableau, in der Gruppentheorie sehr
praktisches Werkzeug zum Studium der irreduziblen Darstellungen der Gruppe und ihrer Untergruppen, insbesondere SU(N). Man erhält jede Darstellung von SU(N) durch Tensorprodukte seiner fundamentalen Darstellung.
Die Elemente im Darstellungsraum der Tensordarstellungen sind also Tensoren,
die bestimmte Symmetrieeigenschaften unter Permutationen besitzen. Diese
Eigenschaften spiegeln sich in den Young-Diagrammen wider; sie erlauben eine
explizite Ableitung der Form der Vektoren im Darstellungsraum und lassen sich
zudem dazu benutzen, das Produkt zweier SU(N)-Darstellungen
in irreduzible Darstellungen zu zerlegen.
Ein Young-Diagramm besteht allgemein aus einer bestimmten Anzahl Kästchen, die in untereinander liegenden Reihen angeordnet sind, wobei die Zahl der Kästchen in einer Reihe nicht kleiner als die Kästchenzahl in der Reihe darunter sein darf. n horizontale Kästchen haben die Bedeutung eines Tensors vom Rang n mit symmetrisierten Indizes; die Anzahl der unabhängigen Komponenten in einer Reihe ist für SU(N) durch
gegeben. Zwei übereinanderstehende Kästchen bedeuten die antisymmetrische Kombination der beiden Indizes eines Tensors vom Rang 2; allgemeiner bedeuten m übereinander stehende Kästchen m antisymmetrisierte Indizes mit der Dimension
N vertikale Kästchen symbolisieren
für SU(N) also einen Tensor mit nur einem
unabhängigen Element, der mit 1 bezeichnet wird. Ein beliebiger
gemischter Tensor besteht aus mehreren Kästchen, die sowohl über- als auch
untereinander angeordnet sein können. Wenn fi
die Anzahl der Kästchen in der i-ten Reihe ist (), kann
einem beliebigen Young-Diagramm die Ziffernfolge (f1, f2, ¼, fk) zugewiesen werden. Jede irreduzible
Darstellung D(l1, ¼,lN-1) von SU(N) kann nun mit dem Young-Diagramm (f1,N,
f2,N, ¼, fN-1,N)
assoziiert werden, wobei
Durch Permutation der Kästchen des so konstruierten
Young-Diagramms kann man dann alle Zustände einer SU(N)-Darstellung
gewinnen. Die Zerlegung eines (i.a. reduziblen) Produktes zweier Darstellungen D und in irreduzible Darstellungen erhält man, indem
man die Kästchen von
so an das Young-Diagramm von D anfügt, dass wieder ein Young-Diagramm entsteht, und
einige weitere Regeln eingehalten werden (siehe Abb. 2 als Beispiel für SU(3)).
Young-Diagramm 1: Aus der fundamentalen Darstellung F lassen sich symmetrische (S2, S3) und antisymmetrische (A2, A3) sowie gemischte (M3) Darstellungen konstruieren.
Young-Diagramm 2: Die irreduziblen Darstellungen der SU(3).
Das Produkt aus Quark (3) und Antiquark () ergibt
ein Oktett und ein Singlett, zwei Quarks ergeben ein Antitriplett und ein
Sextett.
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