Erhaltungssatz der Form: (r: räumliche Dichte der erhaltenen
Grösse, j: Vektor der zugehörigen Stromdichte), der
besagt, dass die zeitliche Abnahme der betrachteten Grösse in einem
Volumenelement allein durch den Strom dieser Grösse durch dessen Oberfläche
gegeben ist. Für den Fall einer einheitlichen Strömungsgeschwindigkeit v gilt j = rv; dies ist allerdings z.B. beim Ladungstransport in
Elektrolyten oder Plasmen sicherlich nicht der Fall. Einer der beiden
wichtigsten Spezialfälle ist die Kontiuitätsgleichung der klassischen
Elektrodynamik (diese bildet zusammen mit den Maxwell-Gleichungen deren
theoretsches Fundament), wo r für die elektrische Ladungsdichte und j für die Dichte des elektrischen Stromes steht. Hier
bedeutet die Kontinuitätsgleichung, dass Ladung weder erzeugt noch vernichtet,
sondern nur transportiert werden kann. Zum anderen ist dies die
Kontinuitätsgleichung der Hydrodynamik, wo r für die Massendichte
des Fluids steht. Dabei gilt für stationäre Strömungen (¶r / ¶t = 0) Ñj = 0, ist die Strömung ausserdem
inkompressibel (r = const.), sogar Ñv = 0, die Strömung ist dann quellenfrei.
Ausser für Ladung und Masse treten Kontinuitätsgleichungen auch für andere physikalische Grössen wie z.B. Feldenergie und -impuls auf.
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