Teilchenphysik, zur möglichst präzisen Messung der Flussdichte von Neutronenstrahlen verwendete radioaktive Kerne. Die Messung der Flussdichte von Neutronenstrahlen erfolgt immer über die Messung von Reaktionsraten bei einer Neutronenenergie E:
(: spektrale
Neutronenflussdichte und
:
Reaktionsquerschnitt der Neutronen mit den N für
die Reaktion relevanten Kerne im Indikator). Hierbei muss der energieabhängige
Wirkungsquerschnitt möglichst genau und zusätzlich die Energieverteilung der
Flussdichte bekannt sein. Mögliche Reaktionen des Indikators mit Neutronen sind
der Einfang thermischer Neutronen, der Resonanzeinfang sowie bei den Schwellwertindikatoren
die Reaktionen der Form A(n,p)B, A(n,a)B, A(n,xn)B
mit x > 1. Gebräuchliche Neutronenindikatoren sind zum Beispiel für
den Einfang thermischer Neutronen 23Na, 27Al,
31P, 55Mn, 54Fe, 58Fe, für den
Neutronennachweis über Resonanzeinfang 23Na (Resonanzenergie bei 2,8 keV), 31P (27 keV), 55Mn (337 eV), 109Ag (5,19 eV). Als
Schwellwertindikatoren gelten 31P (über 31P(n,p)31Si),
56Fe(n,p)56Mn, 58Ni (58Ni(n,2n)57Ni) jeweils oberhalb
einiger MeV. Mit 235U,
238U, 237Np, 239Pu finden
Spaltreaktionen bei Neutronenenergien im MeV-Bereich statt. Die freiwerdenden
Teilchen in den Reaktionen bzw. die geladenen Kerne werden meist über
Plastikdetektoren nachgewiesen.
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